Es ist der Tag, an dem seine vertrautesten Jünger, anstatt zu wachen, eingeschlafen sind und ihren Meister allein mit seiner Angst gelassen haben.
Es ist der Tag, an dem er gefangen wurde und einer von ihnen sich mutig und mit Gewalt für ihn wehren wollte: Der gleiche, der ihn kurze Zeit später nicht mehr kannte und verleugnete.
Kein Scherz – es ist auch heute noch so: Wir reden dann von Gottes Bodenpersonal, mit dem wir Mühe haben, mit der Kirche, an der wir verzweifeln könnten, weil sie so gar nicht mehr nach dem aussieht, was mit Nachfolge Christi bezeichnet werden könnte.
Da herrscht Masslosigkeit, Vertuschung, Machtgier.
Und die Frage sei erlaubt: Worum geht es denn eigentlich? Geht es darum, das eigene Scherflein ins Trockene zu bringen? Geht es darum die eigene Haut zu retten?
Geht es darum, ohne Rücksicht auf Verlust die Veränderung der Welt nach eigenem Gusto durchzuziehen?
Wir haben in den Aposteln wunderbare Vorbilder – und das ist wirklich kein Aprilscherz: Sie sind immer noch wirksam.
Und Jesus Christus hat es bei diesen Menschen ausgehalten – bei den Menschen, von denen er wusste: Sie sind es, die ihn verraten und verleugnen.
Und im Jahr 2010 sind wir keinen Schritt weiter – ich wünschte, das wäre ein Aprilscherz.
Foto unten: Ist man so hoch oben Gott näher?

Es müsste zum Heulen sein, wenn da nicht dieser kleine Stachel im Fleisch wäre, dass Jesu Zuwendung sich nicht davon leiten liess und leiten lässt, wie wir handeln, sondern vielmehr davon, dass er nicht aufgeben wollte und nicht aufgeben will, sich für uns einzusetzen, ob wir es verdient haben oder nicht.
Er hört nicht auf –
und dass das kein Aprilscherz ist, tut gut.
Er hört wirklich nicht auf.
Für viele Menschen ist Karfreitag der höchste Feiertag im Kirchenjahr.
So wünsche ich uns die Zeit nachzudenken, warum Jesus für uns ans Kreuz ging.
Unser Herrgott segne Ihnen diesen Tag!
Und B’hüät Dii Gott Ihr Öhi-Martin
Fotos (Lead und Foto oben): Öhi Martin
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Herzlichen Dank, Martin, für Deine guten und wahren Gedanken.
Die aus christlicher Sicht schmerzhafte Situation der Menschheit wurde heute in der Radiopredigt von Pfarrer Ruedi Heinzer aus einem ganz anderen Blickwinkel sehr tröstlich betrachtet.
Mit freundlichem Gruss, Andreas
Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt
Danke für den Beitrag Öhi Martin
Johannes Evangelium 2,16
Schafft dies weg von hier, macht aus dem Haus meines Vaters kein Handelshaus.
Jesus von Nazareth, bei einem Vor-Osterspaziergang kam mir der Gedanke dass man dies auch bei den Verhältnissen ausserhalb des Tempels sagen könnte.
Ich lliebe Deine Texte!
Öhi-Martin, ich kann Dir nur sagen: Ich liebe Deine Texte!