Ich hatte über Monate alles versucht, was mir möglich schien. Doch – da war weit und breit keine Chance mehr. Ich resignierte, fühlte mich elend und traurig.
Einige Tage später traf ich zufällig einen alten Bekannten. Er erzählte mir, was er seit unserer letzten Begegnung alles erlebt hatte und wie es ihm dabei erging. Auf einmal, wie von einem Geistesblitz getroffen, lösten seine Worte, die mit meiner Sache gar nichts zu tun hatten, bei mir ganz neue Gedanken aus. In einem einzigen Moment taten sich mir andere, ungeahnte Möglichkeiten auf. Wie aus heiterem Himmel erfüllten mich neue Motivation, Mut und Energie für mein Vorhaben.
Für mich verhält es sich mit dem Heiligen Geist ähnlich. Wenn wir an diesem Wochenende Pfingsten feiern, erinnern wir uns an den Geist Gottes, der weht, wo er will, und der da ist, wo man an ihn glaubt. Er ist der Geist, der lebendig macht und neue Horizonte öffnet. Er ist die Kraft, die nie erlahmt, die Glut, die nie ausgeht.
Pfingsten feiern heisst darum: Auch wenn wir uns ausgebrannt, leer und unnütz fühlen, wenn Ängste und Resignation uns gefangen halten, wenn Enttäuschungen und Mutlosigkeit uns niederdrücken – halten wir uns stets offen für Gottes Geist, der Neues schafft! Er wird uns auf seine unverhoffte und überraschende Weise nicht im Stich lassen.
Pfingsten feiern heisst auch: für einmal ungewohnte Wege zu gehen, Neues auszuprobieren, Aussergewöhnliches zu wagen. "Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig." (Vincent van Gogh) Denn der Gottesgeist entfaltet sein Wirken nur in uns, das Leise wie das Mächtige.
Und nur durch unser Tun und Lassen wandeln sich das Antlitz der Erde und die Gemeinschaft der Menschen.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten und inspirierenden Pfingstsonntag
Gottes Segen und B’hüät Dii Gott Öhi-Martin
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Nun auch zu Pfingsten waren wieder an den bekannten Stellen schöne Worte zu lesen.
Schon in jungen Jahren gaben mir die Bilder und Aufzeichnungen über den heiligen Geist, zu denken.
Auch heute sind immer noch die gleichen Darstellungen zu finden.
Die Erleuchtung und das Licht wird immer f o k u s i e r t dargestellt, also wird immer nur eine kleine
Minderheit von der Erleuchtung betroffen werden, wie im wirklichen Leben.
Irgendwo steht auch geschrieben: doch nur wenige davon sind auserwählt!“
Warum wird das Licht der Erleuchtung nicht über alle Menschen ausgebreitet?
Auch heute wird diese Frage keiner beantworten können,aber nachdenken ist ja nicht verboten.
Danke Öhi-Martin für Deinen Beitrag.
Quelle der Kraft gefällt mir besser als die Auserwählten
Erizo, ich bin kein Freund des Begriffes von "Auserwählten". Dennoch finde ich Pfingsten ein gutes Fest. Es erinnert an eine Quelle der Kraft, die man nutzen kann - jeder, in meinen Augen. Man muss nicht, man kann, man braucht diese Kraft einmal vielleicht etwas weniger, dann wieder etwas mehr. Wer sich auserwählt nennt, richtet meiner Meinung nach ungerecht über seine Mitmenschen.