"Die TERTIANUM-Stiftung versteht sich als Think tank, als Ideenwerkstatt für innovative, zukunftsweisende Projekte in allen Bereichen des Alters." Mit diesen Worten eröffnete Prof. Guido Oberer die alljährliche Zusammenkunft mit den Stiftungspartnern.
Dabei sollte nicht einfach Rechenschaft über Erreichtes abgelegt werden, sondern vielmehr wurden die laufenden Projekte vorgestellt, die unter dem Motto "Altern gestalten lernen" Themen der Altersgeneration mit Blick auf neue, intergenerative Lösungen aufgreifen. Ausserdem pflegt man bei diesem Anlass gern den Dialog, und nicht zuletzt möchte die Stiftung damit ihren Partnern für ihre moralische, ideelle und materielle Unterstützung den gebührenden Dank aussprechen. Die Pausen, der Apéro und das anschliessende Nachtessen boten genügend Raum für ernste und heitere Gespräche.
Die TERTIANUM-Stiftung beschäftigt sich gegenwärtig mit folgenden Themen:

Aktuelle Projekte
SenLine, das aktuellste Produkt der TERTIANUM-Stiftung, ist der Deutungskompetenz für das Alter verpflichtet, erklärte Prof. Dr. Helmut Bachmaier und bietet dazu ein breites Spektrum an Beiträgen. Mit zahlreichen Hinweisen und Verlinkungen entsteht ein digitales Ideen-Archiv, übersichtlich und auf zentrale Altersthemen fokussiert. Im Newsticker oben rechts finden Sie jeweils alle aktuellen Presseartikel zu sorgfältig ausgewählten Stichwörtern. Nach und nach werden weitere Rubriken eingeführt. Die Stiftungspartner sind mit Banner und zukünftig mit Artikeln vertreten.
Erfahrungswissen – eine Kernkompetenz der TERTIANUM-Stiftung
Prof. Bachmaier erläuterte die gesellschaftliche Bedeutung von Erfahrungswissen, das sich von Verfügungswissen (erlerntem, "technischem" Wissen) und Orientierungswissen (meist auf Ethik oder Religion bezogen) unterscheidet. Erfahrung ist ein lebenslang wachsender Schatz, den es zu nutzen gilt. Immer deutlicher wird nämlich die Einsicht, dass Unternehmer – besonders die in der Schweiz starken KMU – dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften am besten dadurch begegnen, dass sie sich das Erfahrungswissen der Älteren erhalten bzw. wieder zurückholen. Dies kann die Kontinuität im Betrieb erhalten, einem Know-how-Verlust vorbeugen und dem demografischen Trend entgegenwirken.
Wissensvermittlung, aber auch Weitergabe von Handlungskompetenzen, dient den Jüngeren und drängt die Älteren zu ständiger Weiterbildung: Lernen bis ins hohe Alter gehört bekanntlich zu den besten Mitteln gegen Altersbeschwerden.
Menschenwürde
In einer kurzen Vorschau sprach Prof. Bachmaier über die Ziele des jährlich in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank verliehenen Preises für Menschenwürde. Den philosophischen Hintergrund des Begriffes fasste er knapp so zusammen: "Menschenwürde besteht darin, dass ein Mensch autonom und in Freiheit entscheiden und handeln kann." Da sich Menschenwürde in allen Lebensbereichen manifestiert, kommen auch die Preisträger aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen. In diesem Jahr wird ein Vertreter der Schmerzforschung geehrt. In kurzen Worten stellte Prof. Bachmaier abschliessend den Zusammenhang zwischen Menschenwürde und Schmerz bzw. Schmerzforschung her.
Der Küchenwettbewerb - ein besonders erfolgreiches Projekt
Gut geplant und hervorragend durchgeführt, ist der Küchenwettbewerb zu einem ausserordentlichen Erfolg geworden. Entsprechend stiessen die Ergebnisse auch auf internationale Beachtung. Prof. Oberer erklärte die Durchführung und Resultate anschaulich in Wort und Bild. "Die Küche ist ein Ausdruck unserer Lebenskultur, sie hat die Funktion einer multifunktionalen Drehscheibe". Während Junge das Kochen geradezu zelebrieren, trägt es bei alten Menschen oft zur Gestaltung des Tageslaufs bei. Kochen bleibt bis ins hohe Alter eine beliebte Beschäftigung. Umso wichtiger ist das passende Konzept für die Küche. Angesichts der unterschiedlichen Lebensstile der "neuen Alten" wurden im Wettbewerb verschiedene Planungsstrategien verfolgt: möglichst wenig Platzbedarf (Minimalisierung), die Möglichkeit zu individueller Gestaltung (Individualität) und zur Auswahl von passenden Modulen (Modularität).
Partner nutzen das Wissen über das Alter
"Warum engagiert sich die Zürcher Kantonalbank bei der TERTIANUM-Stiftung?" Zu dieser Frage äusserte sich Andreas Schöni, Verantwortlicher Segmentmanagement und Marketing. Kunden ab 51 sind für Banken eine gleichermassen attraktive wie anspruchsvolle, zunehmend heterogene Zielgruppe. Die wichtigen Themen Vorsorge und Nachfolge müssen ganzheitlich angesprochen werden, der Kundenberater sollte – wie seine Kunden – über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen; schliesslich erfordert die abnehmende Mobilität der älteren Kundschaft neue Formen der Kundenbetreuung, die Bedeutung des sozialen Kontaktes darf dabei nicht ausser Acht gelassen werden. Fundierte Zielgruppenkenntnisse, Gedankenaustausch, Vermittlung von Wissen über das Alter, die Vernetzung mit anderen Organisationen, dies sind Voraussetzungen für die ZKB, ihren Ruf als kundennahe Bank mit sozialer Verantwortung zu festigen. Zur Verwirklichung dieser Ziele trägt die Zusammenarbeit mit der TERTIANUM-Stiftung wesentlich bei.
Dieser Artikel erschien zuerst auf www.senline.net
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