Bildung

Die Schweiz lernt!

Die Schweiz lernt!

An 26 Standorten bei über 550 Lernevents Neues erleben

Die nationale Eröffnungsveranstaltung des 8. Lernfestivals ist ein aktiver Auftakt zum schweizweiten 24-Stunden Lernevent vom 9./10. September 2011. An 26 Standorten locken initiative Menschen mit über 550 spannenden Lernevents und wecken die Lust am Lernen. Die Angebote sind kostenlos und stehen allen Neugierigen offen. An der nationalen Eröffnungsfeier werden zudem die Weiterbildungs-Awards vergeben, eine Auszeichnung für aussergewöhnliche Lernbiografien. Die nationale Sensibilisierungskampagne für das Lebenslange Lernen steht unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO-Kommission, die Organisation liegt beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB.

Die Eröffnungsveranstaltung des Lernfestivals findet am 9. September 2011 um 10.00 Uhr, im Hotel Kreuz Bern in Bern statt. Bei dieser Feier stehen Menschen mit einem unkonventionellen Werdegang im Zentrum. Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Sport und Kunst erzählen am Podiumsgespräch von ihrer beruflichen Entwicklung.

Zudem treten Adrian Gerber, Abteilungschef Integration beim Bundesamt für Migration BFM und Hansruedi Stadler, Ständerat und Präsident Experten-Kommission WB-Gesetz, als Redner auf. Als Höhepunkt vergibt der SVEB in diesem Jahr zum sechsten Mal die Weiterbildungs-Awards.

Ausgezeichnet werden Menschen, die aussergewöhnliche Lernbiografien aufweisen und die Hindernisse auf ihrem Bildungsweg erfolgreich gemeistert haben.

Prämiert werden aber auch innovative Weiterbildungsprojekte. Über die Vergabe der Awards entschied eine siebenköpfige Jury. In den beiden Kategorien «Biografien» und «Projekte» werden jeweils fünf Awards vergeben. Eingereicht wurden rund 60 Bewerbungen. Die ausgewählten Biografien sind erstaunliche und bewegende Geschichten und die Projekte zeichnen sich durch einen hohen gesellschaftlichen Nutzen aus. Dieses Jahr übergibt die Schriftstellerin Julia Onken die Awards an die GewinnerInnen.

Durch den Anlass führt die Radiojournalistin Petra J. Matt.
Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

Lustvoll lernen und viel Neues erfahren

Am Lernfestival können Neugierige während 24 Stunden in der ganzen Schweiz Neues entdecken und ausprobieren. Es locken über 550 Lernevents aus der allgemeinen und beruflichen Bildung, Wirtschaft, Handwerk, Gesundheit und Kultur. Das Angebot ist spannend und vielfältig. So wird beispielsweise in Appenzell Ausserrhoden eine Crash-Laufbahnberatung angeboten, in Delémont erfährt man die Geschichte zur ersten Eisenbahn in der Stadt, im Rheintal wird Fingerfood zubereitet, in Brugg lernt man tanzen und im Oberen Fricktal kann man um 5.00 Uhr morgens Schweizer Kurzgeschichten lauschen.

Über das Lernfestival können auch jene Menschen besser erreicht werden, die mit traditionellen Weiterbildungsangeboten schwer anzusprechen sind. Neben der Freude am Lernen ist das Lernfestival aber auch ein «Aushängeschild» für ein funktionierendes Bildungsnetzwerk. Es macht sichtbar, was eine Interessengemeinschaft von unterschiedlichen Institutionen aus allen Bildungssparten bewirkt. Bildungsnetzwerke schaffen die Grundlage für eine einheitliche Bildungsstrategie.

Lernfestivals oder Adult Learners’ Weeks starteten 1992 in England. Inzwischen findet die Sensibilisierungskampagne für lebenslanges Lernen in über 50 Ländern statt, seit 1996 auch in der Schweiz. Die weltweite Sensibilisierungskampagne für die Weiterbildung steht unter dem Patronat der UNESCO. In der Schweiz wurde es übernommen von der Schweizerischen UNESCO-Kommission und dem Forum Weiterbildung Schweiz. Die nationale Koordination liegt beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB. Die regionalen Lernevents basieren hauptsächlich auf Freiwilligenarbeit. Ohne den Einsatz dieser engagierten Menschen wäre die Durchführung des Festivals nicht möglich.

Über das spezielle Programm in der Stadt St. Gallen können Sie sich im Blog
"Lernfestival St.Gallen 2011: Literatur" informieren.
Hier können Sie sich informieren, was in Ihrer Wohngegend stattfindet.

Wir danken Esther Derendinger / SVEB für die Übermittlung der Informationen.

Titelfoto: ©  Grey59  / pixelio.de

 

Kommentare

Du berichtest von einer guten Sache

Hallo Maja

Herzlichen Dank für Deinen sehr interessanten Bericht. Eigentlich müsste ich bei einem dieser Anlässe auch irgendwie dabei sein. Denn ich verbringe mit meinen 83 Jahren jeden Tag noch einige Stunden mit dem Dazulernen. Dies aber ganz still und zurückgezogen daheim "in der stillen Kammer des Nachdenkens", am Computer, mit Büchern oder auch einmal am Fernseher. Aber auf jede dieser Arten macht das Lernen einfach Spass und gibt grosse Befriedigung. Wenn ich noch einmal jung wäre, möchte ich noch mehr als meine bisherigen acht Berufe erlernen und ausüben, und mich in noch mehr Sprachen als heute ausdrücken können. Aber gerade beim Erlernen zusätzlicher Sprachen macht mit 83 halt das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr mit.