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Blick ins neue Magazin-Jahr

Blick ins neue Magazin-Jahr

Neujahrswünsche der Redaktion

Die neue Magazin-Redaktion ist sich bewusst, dass der Anspruch, ein breiteres Publikum 50plus ansprechen zu wollen, ein ambitioniertes Ziel ist. Seit September 2011 arbeitet sie daran. Nach organisatorischen Neuerungen und Verbesserungen geht es nunmehr darum, die Themenvielfalt zu verbreitern und zu vertiefen. Der bevorstehende Jahreswechsel ist für die neue Redaktion ein willkommener Anlass, auf je eigene Weise fragend, hoffend und ermutigend, aber auch selbstkritisch ins neue (Magazin-)Jahr zu blicken.

Ermutigung und Kritik

Linus Baur, Redaktionsleitung: „Wenn die Wirtschaft Schnupfen hat, liegen die Medien schon auf der Intensivstation“, steht irgendwo geschrieben. Mit dieser Metapher lässt sich die gegenwärtige Situation vieler Medien beschreiben. Trifft dies auch auf Seniorweb zu? Wohl kaum, ist Seniorweb doch weitestgehend frei von kommerziellen Zwängen, aber nicht frei vom Anspruch, glaubwürdig und spannend zu berichten. Dazu gehört auch ein gutes Agenda-Setting für Themen, die das anvisierte Leserpublikum 50plus interessieren.

Daran arbeitet die neue Magazin-Redaktion gegenwärtig. Lust und Neugier sollen sie im Jahr 2012 leiten, um dem Anspruch nach einem vielfältigen und lesenswerten Magazin noch besser gerecht zu werden. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, die so faszinierende zweite Lebenshälfte zu gestalten wie heute. Und genau diese Möglichkeiten sollen im Magazin thematisiert und diskutiert werden. Dazu sind wir auf Ermutigung, aber auch Kritik unserer geschätzten Leserschaft angewiesen.

Drei Wünsche offen

Erica Benz, Ressort Redaktionelle Spezialbereiche: Nehmen wir an, wir lebten „in den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat“ (aus „Der Froschkönig“, Brüder Grimm), und ich hätte drei Wünsche frei. Die sähen dann so aus für mich, für die Allgemeinheit und für alle wichtigen Entscheidungsträger:

Verbindlichkeit: Ständig werden Abkommen getroffen auf politischer Ebene wie im Alltag; jüngstes Beispiel „Klimaabkommen“. Wenn nur ein Teil der Vereinbarungen eingehalten würde, wären wir einen Schritt weiter.

Achtsamkeit und Respekt im Umgang mit anderen Menschen, mit Natur und Umwelt. Nicht wegschauen, sondern handeln und sich einmischen.

Glaubwürdigkeit: Auch Politiker sind nur Menschen und machen „Fehler“. Mögen uns die peinlichen Geständnisse und Rücktritte im Jahr 2012 erspart bleiben, damit wir uns noch einen Rest Vertrauen bewahren können.

Und damit zurück auf den Boden der Tatsachen.

Tun, was schon lang der Wunsch war

Eva Caflisch, Ressort Freizeit und Reisen: Mein Wunsch: Mitarbeiten an einer Website, welches für Menschen mit Musse und freier Zeit am Computer unverzichtbar wird. Mitgestalten eines informativen, unterhaltenden, ungewöhnlichen elektronischen Magazins, die Inhalte gemeinsam im Austausch mit den anderen Redaktionsmitgliedern entwickeln. Themen aufgreifen, die schon jahrelang in meinem Kopf waren, aber aus Gründen aller Art (passt nicht ins Programm, spricht unsere Leser oder Zuschauer nicht an, oder auch mal aus Zeitmangel) nie recherchiert und geschrieben wurden. Und schliesslich der Wunsch, Sie und Sie und Sie auch, liebe Leserin, lieber Leser, zur Mitarbeit zu gewinnen, damit im kommenden Jahr mehr über Freizeit und Reisen – eben auch Ihre - zu lesen ist.

Mehr Eigeninitiative erwünscht

Hannes Kohler, Ressort Arbeit, Recht, Vorsorge, Wirtschaft: Was mit grossem Energie- und Zeitaufwand, viel Fachwissen und viel zuversichtlichem Enthusiasmus im September 2011 angefangen hat, ist beeindruckend und zukunftsorientiert. Trotzdem erlaube ich mir ein paar kritische Fragen: Sind wir für die von uns anvisierte Leserschaft ab 50+ aktuell und vielseitig genug? Unsere eher „zurückhaltend und meist ohne Zündstoff“ geschriebenen Berichte, Informationen und Meldungen regen kaum zu Stellungnahmen ein. Sind unsere jetzigen (und unsere gewünschten zukünftigen Konsumenten) in der heutigen Gesellschaft nicht plakativere und mehr Fragen aufwerfende Publikationen gewohnt? Für welche Bildungs- und Interessengruppen schreiben wir primär?

Wenn ich die mir zur Verfügung stehenden statistischen Zahlen betrachte, glaube ich festzustellen, dass das Magazin in den vergangenen 12 Monaten eine ziemlich konstante Klickrate aufweist. Die ersten 100 Tage der neuen Redaktion haben daran noch nicht viel verändert.

Ein Wunsch für das kommende Jahr 2012 ist, die Leserschaft stärker als bisher zur Eigeninitiative und zur Beteiligung einzuladen oder aufzufordern. Ein weiterer Wunsch ist, mit dem Magazin vermehrt und gezielt im Seniorweb selber, bei den Partnerorganisationen, den Sponsoren und den (vielleicht heute auch noch unbekannte) zugewandten Interessierten mehr „Spuren“, mehr Aufmerksamkeit zu hinterlassen.

Grosse Breite von Themen

Maja Petzold, Ressort Bildung und Wissen: Das Ressort Bildung und Wissen hat bisher keinen sehr grossen Raum im Magazin eingenommen. Das wird wohl auch in nächster Zeit so bleiben. Themen sind bisher: Berichte über Vorträge aus dem Bildungsbereich im weitesten Sinne, Berichte von Seniorenuniversitäten, Buchbesprechungen aus dem Bereich Bildung und Wissen, Themen aus der Geschichte. Neu könnten beachtet werden: E-Learning, Einführung einer Rubrik "Wussten Sie schon . . . " bzw. "Altes Wissen, das nicht verloren gehen sollte". Ich sehe das als eher selten erscheinende Rubrik, sonst wird Seniorweb zu wissenslastig.

Die Koordination und Information unter uns im Redaktionsteam läuft gut an! Ich freue mich über die allseitige Bereitschaft! Aber gerade die gegenseitige Information über geplante Artikel könnte noch verbessert werden. Wir sind aber m.E. auf gutem Weg. Es kann auch nicht immer alles geplant werden. Im Ganzen gesehen, wird es wohl immer eine grosse Breite von Themen geben und das ist gut so.

Zeit haben

Brigitte Poltera, Ressort Gesellschaft, Konsum, Umwelt: In der zweiten Hälfte des Lebens wird man sich bewusst, dass die Lebenszeit immer kostbarer wird. Zeit ist wertvoll. Zeit sei der wichtigste Rohstoff unseres Zusammenlebens, sagt Paartherapeut  Klaus Heer in der Ausstellung „halbzeit“ im Seedammcenter Pfäffikon SZ. Verplant und zerstückelt, wird die Zeit zum Stressfaktor. Für das Jahr 2012 wünsche ich uns Zeit, um inne zu halten, Musse, um die Zeit zu geniessen, und Humor und Gelassenheit, wenn wir Zeit verlieren.

Jetzt kommt der Feinschliff

Bernadette Reichlin, Ressort Gesundheit, Leben, Partnerschaft: In neuen Teams müssen die Einzelnen zusammenwachsen – oder sich zusammenraufen –, bis dann, trotz individueller "Fahrspuren" ein gemeinsamer Weg beschritten werden kann. Ich denke, wir haben das Projekt Magazin gut geplant, die Aufgaben sind verteilt, eine Basis gelegt, und nun kommt im kommenden Jahr der Feinschliff. Das heisst: spannende und lesefreundliche Beiträge, die Ältere ansprechen und interessieren. Und nicht vergessen: Auch im Alter darf gelacht, geschmunzelt, ausprobiert und Neues entdeckt werden – das seniorweb sollte dabei tatkräftig mithelfen.

Persönliche Präferenzen

Hanspeter Stalder, Ressort Kultur: Kultur hat ein eingespieltes Team und bietet ein breites Angebot. Der Leiter greift nur zurückhaltend ein. Die Antennen der 6 festen und gelegentlichen freien Schreibenden sind weit ausgefahren auf unsere Kultur. Wir schreiben nach persönlichen Präferenzen über Bücher (Belletristik, Sachbücher), Theater, Opern, Jazz, Unterhaltungsmusik, Kunst, Fotografie, Film. Mit dem wöchentlichen Publikationsplan werden Vorschläge und Angebote bis 4 Monate voraus aufeinander abgestimmt. 2012 sollen Ziele, Inhalte, Formen und Abläufe ein Feintuning erhalten.