Elektronik

Die Ideen sind gefunden

Die Ideen sind gefunden

Fürs bewusste Lernen gibt es auch für Senioren vielfältigste Möglichkeiten: zum Beispiel den Workshop E-Learning von Seniorweb.

Das Lernen mittels elektronischen Medien, eben das E-Learning, gibt es als Ergänzung zu den klassischen Lernformen schon lange. Besonders nützlich ist das elektronische Lernen für Senioren. Man ist zeitlich total unabhängig, muss nirgendwohin, man kann jeden Stoff völlig individuell wählen und kann wiederholen, unterbrechen oder zurückgehen, soviel man will. Das E-Learning entwickelt sich kontinuierlich weiter, unter anderem hin zum interaktiven Lernen in Foren und Chats.

Seniorweb will hier nicht abseits stehen und ebenfalls Möglichkeiten für gemeinsames und selbstgesteuertes Lernen anbieten. Mit fachlicher Unterstützung der Fachhochschule Bern hat eine von Seniorweb initiierte Projektgruppe unter Federführung des Innovage-Netzwerks Zürich ein Pilotprojekt entwickelt, das seit November 2011 interessierten Senioren die Möglichkeit bietet, in sieben thematisch gegliederten Workshops die Grundlagen des E-Learning kennen zu lernen und selber eine erste Anwendung zu entwickeln. Gearbeitet wird nach dem sogenannten Design-Thinking-Prinzip, wonach E-Learning-Angebote aus der Sicht der Nutzer entwickelt und laufend getestet und verbessert werden. Ende März 2012 werden die in den Workshops Bern und Zürich erarbeiteten Angebote einem interessierten Publikum präsentiert und auf Seniorweb aufgeschaltet.

Design als kollektiver Lernprozess

Workshop-Leiter Geri Kühni erläutert das Design-Thinking-Prinzip.

Seniorweb hat am 17. Januar den dritten Workshop in Zürich besucht. Geleitet wird der Workshop vom Kommunikationsfachmann Geri Kühni aus Bern. Gekommen waren acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer (je vier Frauen und Männer). Gearbeitet wird in zwei Gruppen, die je einen Prototyp eines E-Learning-Angebots entwickeln werden. Im Mittelpunkt des dritten Kurstages stand die Präsentation und Diskussion von möglichen E-Learning-Ideen. Zuvor erläuterte Geri Kühni anhand vorbereiteter Folien das Design-Thinking-Prinzip. Dieses versteht Design als kollektiven Lernprozess, bei dem bestehende Denkmuster durchbrochen und alternative Lösungsideen gesucht, nach bestimmten Kriterien wie Zielerfüllungsgrad und Lebensfähigkeit beurteilt und dann umgesetzt und getestet werden.

Nach gegenseitigen Ratschlägen, wie die zwischenzeitlich aufgetauchten technischen Probleme beim digitalen Informationsaustausch unter den Teilnehmenden gelöst werden können, stellten die beiden Arbeitsgruppen ihre Ideen für mögliche E-Learning-Angebote vor. Die erste Gruppe wählte Supportangebote wie Bildbearbeitung und Handhabung Seniorweb. Die zweite Gruppe fokussierte sich auf das Thema Generation. Anhand verschiedener Bereiche wie Film, Musik, Mode soll mittels Internetrecherchen der Wandel Gestern und Heute aufgezeigt und beispielsweise in einem Fotobuch dargestellt werden.

Gesammelte Ideen strukturieren

Danach ging es darum, die gesammelten Ideen zu strukturieren und sich auf eine gemeinsame Plattform mit entsprechenden Tools zu einigen. Nach angeregter Diskussion beschloss die erste Gruppe, eine Plattform Support zu schaffen, auf der Tools mit möglichen Supportangeboten erstellt werden sollen. Die zweite Gruppe fand Gefallen am Thema Mode, das weiterbearbeitet und mit entsprechenden Suchtools versehen werden soll.

Die Ideen sind gefunden, die Prioritäten gesetzt. Nunmehr geht es darum, die Lernziele zu definieren, die gewählten Themen inhaltlich zu füllen und technisch umzusetzen. Den Teilnehmenden macht es sichtlich Spass, ihr digitales Wissen mit dem Besuch des Workshops E-Learning zu erweitern und zu vertiefen. Und Seniorweb darf sich freuen, dass seine Plattform bald mit ersten E-Learning-Angeboten aufwarten kann.

Die erste Arbeitsgruppe diskutiert E-Learning-Angebote im Bereich Support.