Luzerner-Treff (Zentralschweiz)
27.02.2018 - Hansjörg Duttwiler

Besuch der Schautöpferei Aebi und der Firma Kambly in Trubschachen

 

 

 

Zwölf Teilnehmer/innen folgen der Einladung von Dieter und Dorit Bürle und treffen sich am Dienstag, 20. Februar 2018 um 11 Uhr am Bahnhof Trubschachen. Das Programm verspricht zwei interessante Besichtigungen mit genügend Zeit für die Pflege persönlicher Kontakte.
Nach einem kurzen Fussmarsch erreichen wir die in einem schönen, typischen Emmentaler-Haus gelegene Schautöpferei Aebi.

 

 

Die Handwerkskunst von Urgrossvater Aebi hat ihre Wurzeln in Hasle. Er begann seine Produktion mit Blumentöpfen im Jahre 1901. Nach der Schliessung des Stammhauses Ende 2006 konzentrierten die Nachfolger ihre Tätigkeit auf die 1982 eröffnete Filiale in Trubschachen.

 

Trotz sinkender Umsätze der Konkurrenz und vieler Billigprodukte aus Fernost geht die jetzige junge Geschäftsführerin optimistisch ans Werk. Sie und das Team vertrauen auf den Wert ihrer zweifellos schönen Unikate. Im schön gestalteten Schauraum erwartet uns ein grosses Sortiment von Tellern, Tassen, Krügen, Vasen, Schildern und vielem mehr.

 

 

Interessant ist auch der Blick über die Schultern der Künstler. Da wird z.B. aus einem grauen Klumpen Ton das Produkt auf dem Kreisteller geformt und danach mit viel kreativem Geschick das Sujet mit gefärbtem Ton aufgetragen. Nach dem ersten Brand bei 950° wird die Glasur auf das abgekühlte Produkt aufgetragen, und dann gelangt der fertige Artikel nochmals in den 1000° heissen Ofen zum Fertigbrand.
Erwähnenswert ist auch die Möglichkeit, ganz persönliche Geschenke anfertigen zu lassen. Interessierten sei ein Blick auf die Homepage der Töpferei empfohlen.

 

 

Beim feinen Mittagessen im hausinternen, heimeligen Café Töpferei steht nun dem kurzweiligen Gedankenaustausch nichts im Weg. Wohlweislich verzichten wir auf das Dessert, da uns der bevorstehende Besuch in der Erlebniswelt von Kambly genügend Gelegenheiten verspricht, deren Köstlichkeiten degustieren zu können.

 

Bereits auf dem zum Besuchereingang führenden Brot & Bretzeli Weg kann der Besucher den Infotafeln Wissenswertes entnehmen. Bevor wir jedoch den süssen Düften in der Erlebniswelt erliegen, schenken wir im Kambly Cinema unsere ganze Aufmerksamkeit der Entstehungs-Geschichte der Firma. Beginnend mit der Liebesgeschichte von Oscar Kambly im Jahr 1906, wird das Unternehmen heute in dritter Generation von Oscar A. Kambly geführt. Er folgte 1983 auf seinen Vater und entwickelte Kambly zum Marktführer und zu einer international bekannten Marke. Kambly ist heute führender Exporteur von Schweizer Feingebäck und ist in über 50 Ländern auf allen 5 Kontinenten präsent.

 

 

 

Alle Feingebäcke werden in originaler, handwerklicher Qualität, wie von des Confiseurs Meisterhand, jedoch mit den neusten und modernsten Hilfsmitteln hergestellt.
Diese Köstlichkeiten dürfen die Besucher nach Herzenslust probieren. Den Genuss ergänzen kann man im integrierten Café.

 

Bezüglich Werbung wird nichts dem Zufall überlassen. Jährlich gestaltet ein international renommierter Künstler eine exklusive Kambly Geschenkdose in limitierter Auflage. Gefüllt sind die Künstlerdosen mit acht Sorten raffinierter Köstlichkeiten. Sehenswert sind daher die vielen prächtigen, dekorativ präsentierten Dosen.

 

Für ihre edlen Produkte setzt Kambly auf ebenso edle Rohstoffe aus der Region wie Milch, Butter, Eier und Mehl. Durch die laufende Weiterentwicklung ihrer Produkte hat auch Palmöl Einzug gehalten. Dieses eignet sich ausgezeichnet für die Verarbeitung der Füllungen diverser Biskuits. Ölpalmen sind dreimal so ertragsreich wie beispielsweise Raps und beanspruchen für den gleichen Ertrag etwa 1/6 der Fläche von Soja. Grundsätzlich wäre das ein effizient gewonnener Rohstoff, wenn da nicht die Kontroverse durch Umweltorganisationen zum Anbau der Ölpalmen bekannt geworden wäre. Deren Kritik richtet sich vor allem gegen die beiden grössten Produzentenländer Indonesien und Malaysia, welche 85% der Welternte produzieren und für die benötigten Anbauflächen riesige Regenwälder roden. 
Bei Kambly beobachtet man aufmerksam die Entwicklung.

 

Unser Erlebnis in Trubschachen wird noch durch einen Zufall abgerundet. Fast wie bestellt, führt uns der rundum mit Kambly-Werbung versehene Kambly-Pendelzug der BLS um 16.12 Uhr sicher zurück nach Luzern!

 

Herzlichen Dank an Dieter und Dorit.

 

Bericht: Hansjörg Duttwiler

Bilder:   Dorit Bürle und Werner Spohr

 

Link zum Bilderalbum „Google Fotos“

 

Gastautor: 
Hansjörg Duttwiler

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