25.02.2019 - Beat J. Klarer

Die Furka-Bergstrecke – Ein Erlebnis und ein Genuss

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Im Juni 1982 wurde der Furka-Basistunnel zwischen Realp im Kanton Uri und Oberwald eröffnet. Damit wurde das Ende der 1925 erstellten Furka-Bergstrecke besiegelt. Eine Gruppe von Eisenbahnfreunden verhinderte zu Beginn der 1980er-Jahre deren Abbruch
 

Die Furka-Bergstrecke – Ein Erlebnis und ein Genuss Diese einzigartige Gebirgsbahn der Furka-Bergstrecke (DFB) wird von rund 700 freiwilligen Helfern betrieben und unterliegt den strengen Richtlinien des Bundesamts für Verkehr. Sie ist heute weit entfernt von einer Organisation von Eisenbahn-Freaks, sondern entspricht in ihren Strukturen einem modernen KMU. Trotz des heutigen Erfolgs finanziert sich die DFB selbst und erhält keine finanziellen Zuwendungen der öffentlichen Hand.

Die Wiederbelebung der DFB ist wohl die grösste Attraktion im einmaligen Furka-Gebiet. Mit den heutigen verkehrstechnischen Möglichkeiten ist ein Tagesausflug von den wichtigsten Ballungszentren der Schweiz möglich.

1990 ging als ereignisreiches Jahr in die Geschichte der DFB ein. Damals gelang es, sechs Dampflokomotiven aus Südvietnam zurück in die Schweiz zu holen. Diese wiesen unterschiedliche Zustände auf. Heute sehen die dampfenden Kraftprotze aus, als ob sie gerade die Werkhallen in Winterthur verlassen hätten, und faszinieren als fahrende Kulturgüter jeden Besucher.Ein Kennzeichen für die Furka sind nicht nur das Meer von blühenden Alpenrosen im Sommer, sondern auch die langen Winter mit Eis und Schnee. So gibt es im Tal der Furkareuss viele Lawinenniedergänge, welche der Bahn von Jahr zu Jahr zu schaffen machen. Die ursprünglich aus Stein gebaute Steffenbachbrücke hatte noch kein Zug befahren, als sie bereits von einer Lawine zerstört wurde. Ingenieure der Firma Th. Bell & Co, Kriens, konstruierten daraufhin eine Klappbrücke, die seit 1925 in jedem Herbst abgesenkt und im Frühjahr wieder montiert wird.

Nicht zuletzt ist die Kleinsiedlung Gletsch zu erwähnen, welche ein geschütztes Ortsbild von nationaler Bedeutung besitzt. Die Züge verkehren heute mit wunderschön restaurierten historischen Dampflokomotiven und Wagen. Sie sind ein erhaltenswertes Kulturgut mit der Technik von gestern und der Sicherheit von heute.

Freiwillige Helfer betreiben die Dampfbahn Bild: www.rro.ch

Fahrplanmässig verkehrt die Dampfbahn vom 22. Juni bis 6. Oktober 2019. Reservationen und Informationen unter www.dfb.ch
 

Gastautor: 
Beat J. Klarer
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