Rüeblistamm
19.09.2015 - Duri Danuser

Die Steinzeit live erlebt! Der Bericht

 

 

 

Am Donnerstag, 17. September 2015 war wieder einmal Rüeblistamm-Tag. Es stand der Besuch der Steinzeitwerkstatt im Aargauischen Boniswil auf dem Programm.

Start mit Mittagessen

Zuerst aber, wie beim Rüeblistamm üblich, traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen. Das ist übrigens eine wirklich schöne Tradition, welche man auf jeden Fall aufrechterhalten sollte. Diesmal war das Restaurant „La Deliziosa“ (ganz in der Nähe der Steinzeitwerkstatt) Treffpunkt des kulinarischen Teils. Es wurde Italienisch gegessen und es schien allen geschmeckt zu haben. Einzig das auf der Karte vermerkte Dessert war, mindestens für den Schreibenden, ein Betriebsunfall. Aber so etwas kann halt mal passieren. Lassen wir also das „schnöden“ und wenden uns der Steinzeitwerkstatt zu.

Begrüssung im Partyzelt

Wir waren dort für 14.00 Uhr verabredet und wurden in einem extra für uns aufgestellten Partyzelt, das uns zum Glück vom prasselnden Regen schützte, vom Präsidenten des Fördervereins Steinzeitwerkstatt, Herr Pitsch Schmid, herzlich begrüsst und willkommen geheissen. Danach übernahm der eigentliche Chef und Förderer der Steinzeitwerkstatt, nämlich der Archäologe und Prä­historiker, Herr Max Zurbuchen, das Zepter. Und man spürte es sehr schnell: Max Zurbuchen betreut diese Institution seit nun über 40 Jahren und er tut das mit ansteckender Begeisterung und viel Herzblut.

Wie entsteht ein Keulenbeil?

Die 20 Personen zählende Rüeblistamm-Familie wurde zuerst ins Parterre der Werkstatt geführt. Dort erklärte uns Herr Zurbuchen die Erstellung eines Keulenbeils. Fast unglaublich wie exakt und mit wieviel „Köpfchen“ die damaligen Menschen arbeiteten und das vor rund 7000 Jahren. Herr Zurbuchen präsen­tierte dann noch ein paar andere Werkzeug (Hammer, Säge etc.) mit denen noch heute ohne Probleme gearbeitet werden könnte. Dann ging es hinauf in den ersten Stock und die Freude war gross, dass man sich endlich setzen konnte. Ja, wir sind halt alle nicht mehr die jüngsten Semester, aber wir tragen es mit Fassung und auch wenig Stolz.

Auch damals schon: Mit Innovation zum Erfolg

Und jetzt war Herr Zurbuchen total im Element. Er demonstrierte uns an verschiedenen Stationen wie die damaligen Menschen Steine bearbeiteten, res­pektive in diese Löcher bohrten. Auch hier konnte man nur staunen, mit wieviel Können und Wissen gearbeitet wurde. Interessant auch zu sehen, wie stets nach Verbesserungen gesucht wurde. Zuerst ein Gerät, bei welchem stunden­lang gebohrt werden musste, bis der Stein durchlöchert war. Beim zweiten ging es bereits um einiges schneller und beim dritten war nicht nur die Handhabung viel bequemer, sondern auch die Bohrgeschwindigkeit war gegenüber dem ers­ten Gerät nicht mehr zu vergleichen. Man sieht also und wer denkt schon da­ran, der Begriff Innovation war schon vor gut 7000 Jahren absolut kein Fremdwort.

Feuermachen ohne Zündhölzer – geht das überhaupt?

Nach dieser eindrücklichen Demonstration kam noch der Schlusspunkt aufs Tapet, nämlich das Feuermachen ohne Feuerzeug und Zündhölzer. Und eben die Frage, geht das wirklich? Ja, es geht! Auch hier kam man aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Mit dem Feuerstein schlug Herr Zurbuchen Funken und der darauf gelegte Zunder plus ein wenig Heu entfachte zuerst viel Rauch und dann ein fröhlich fackelndes Feuerlein, welches mit einem herzhaften Applaus quit­tiert wurde.

Der Feuermacher an der Arbeit:

Schlusspunkt

Zum Schlusstrunk, auch der hat Tradition, traf man sich wieder im schützenden Partyzelt. Zum Glück kann man sagen, denn es regnete nach wie vor in Strömen. Die von Köbi gepostete Tranksame plus die „Knuspereien“ fanden dank­bare Abnehmer und nachdem der Schreibende Herr Zurbuchen für seine inte­ressanten Ausführungen gedankt hatte, fand ein bereichernder und sehr ein­prägsamer Nachmittag sein gutes Ende.

Gesucht: Personen für das Leitungsteam

Ganz zum Schluss noch ein Punkt in eigener Sache: Unsere Teamleitern, Rita Staubli, tritt auf Ende dieses Jahres zurück. Wir suchen also dringend ein bis zwei Personen, welche Freude haben, in unserem kollegialen Team mitzuarbeiten. Rita Staubli, aber auch die anderen drei Team-Mitglieder Beatrice Strub, Köbi Zimmermann und Duri Danuser geben gerne weitere Auskünfte.

Organisation und Bericht: Duri Danuser

Fotos: Köbi Zimmermann

Weitere Bilder zum Anlass

 

    

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