ZüriLeu (Zürich und Umgebung)
10.01.2018 - Maja Petzold

Ende der Erinnerung

Gegen das Vergessen drehte der langjährige Filmemacher Peter Scheiner einen Dokumentarfilm, der am 27. Januar 2018 in Zürich zu sehen ist.

Von März 2017 bis März 2018 hat die Schweiz den Vorsitz der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) inne, wodurch der Film zusätzliche Aktualität erhält. Mit dem einstündigen Dokumentarfilm ENDE DER ERINNERUNG provoziert der in Zürich wohnhafte Regisseur Peter Scheiner Fragen zur Aufarbeitung der Vergangenheit: Es existierte ein Verein von Holocaust-Überlebenden in der Schweiz, weshalb löste er sich auf, und was sagt dies aus über unser Verhältnis zur Geschichte? Was sagt es aus über die Schweiz? Ist die Vergangenheitsbewältigung hierzulande etwa abgeschlossen, die Aufarbeitung zu Ende?

Die Zeremonie zur Auflösung der «Kontaktstelle für Überlebende des Holocaust in der Schweiz» anlässlich des 66. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im Jahre 2011, bildet den Rahmen des Films, ihr gegenüber gestellt sind Berichte von Mitgliedern der «Kontaktstelle» über ihre schrecklichen Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg sowie Szenen aus dem Vereinsalltag und Momente weiterer Zusammenkünfte der Überlebenden. Auch steuert eine Ausstellung des Malers Gerhard Richter, der sich gezielt mit den Schicksalen einiger Überlebender aus der Kontaktgruppe auseinandergesetzt hat, einen Erzählstrang bei.

Zusätzliche Aufführung anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages:

Samstag, 27. Januar 2017 11:00 Uhr im Kino KOSMOS Lagerstrass 104 8004 Zürich

Nach der Vorführung sprechen:
Timotheus Bruderer, Sekretär Parlamentarische Gruppe Schweiz-Israel 
Philip van den Berg, Präsident Christen an der Seite Israels Schweiz
Peter Scheiner, Filmemacher

Im Anschluss daran: Diskussion mit dem Publikum

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