09.02.2016 - Eva Caflisch

Auf der Suche nach dem Sinn

Edwin Beeler sucht in seinem neuen Film "Die weisse Arche" Antworten auf die Sinnfrage, was Leben und Sterben bedeutet

Im Vorspann zu diesem Dokumentarfilm erzählen die wichtigsten Protagonisten vom Leben, vom  Sterben, demTod und von ihrer Spiritualität. Wenn die Pflegefachfrau Monika Dreier erklärt, sie habe seit ihrem Nahtoderlebnis keine Angst mehr vor dem Tod, wird die Auseinandersetzung mit dem Lebensende einsichtig: Monika Dreier ist so lebensbejahend, dass man ihr gern folgt, wenn sie über ihre Nahtoderfahrung in einer Lawine berichtet oder wenn sie alte Menschen, deren Leben schon fast zuende ist, mit einer Hingabe pflegt, die real und zugleich fast unglaublich wirkt. Wohltuend ist diese Hilfe und jenseits von jedem falschen Trost.

monika dreierMonika Dreier fürchtet sich nicht mehr vor dem Tod

Durchaus auch von dieser Welt und bodenständig ist Sam Hess. Heute kommt der Forstwart auf Wunsch in Häuser, in denen es geistet: Mit seinen Räuchergefässen findet er die dämonischen Geistwesen hier auf einer Ofenbank, dort im alten Sessel und hilft ihnen nach draussen, in die Ewigkeit, denn Seelen, die da bleiben, bringen Konflikte, erklärt er seine Mission. Ihm geht es darum, den Lebenden, seien es Hinterbliebene oder auch neue Hausbewohner, zur Ruhe zu verhelfen. Irritierend für Kinobesucher, die mit dem Jenseits in jeder Form ihre Mühe haben, aber eingängig und glaubwürdig in Beelers Film.

Ein Schweizer Film über Spiritualität und Tod findet seine Orte und Protagonisten auch in den Klöstern: Da ist der Benediktinermönch Gabriel Egloff, der gleich nach seinem Noviziat zur Gärtnerei eingeteilt wurde, obwohl er lieber manch andere Beschäftigung gehabt hätte in der Abtei. Natürlich rebellierte er nicht, sondern ist noch heute Gärtner, sorgt für den Blumenschmuck in der Klosterkirche von Engelberg. Oder Eugen Bollin, Maler im Kloster Engelberg. Er erinnert die Sterbebegleitung eines Mitbruders, der „den Übergang“ nicht fand, dem war wie wenn er vor einer Wand gestanden hätte. Bollin zeichnete ihm das Klostertor und forderte ihn auf hindurchzugehen: „Dahinter triffst du deine Mitbrüder.“

klosterhof engelbergIm Hof des Klosters Engelberg vor Sonnenaufgang

Der Kapuziner Martin Germann aus dem Kloster Schwyz begleitet im Film Pater Fromund in der Pflegestation in den Tod. Zunächst nimmt Fromund an einer Samichlausfeier teil, später ist er bettlägrig, die letzte Stunde naht, darauf die Trauernden bei der Totenwache vor dem aufgebahrten Sarg. Beeler, der wie bei all seinen Filmen für Drehbuch, Regie, Kamera und Montage verantwortlich zeichnet (Ton: Olivier JeanRichard; Musik: Oswald Schwander), hat hier sehr intime und ebenso respektvolle Bilder gefunden.

Nachdenklich stimmen Martin Germanns Reflexionen zum Tabuthema Sterben und Tod; ein viel grösseres Tabu sei heute aber das Thema Leiden. Die Palliativpflege fällt uns dazu ein, das Morphium in der Endphase eines Lebens. Aber Bruder Martin weiss: es gibt kein Leben ohne Leiden. Der Sterbebegleiter ist inzwischen den Weg „hinüber“ selber gegangen.

sam hessSam Hess hat seine übersinnlichen Fähigkeiten bei einem Mönch erfahren dürfen

Während Edwin Beeler seine Protagonisten vorwiegend in der Innerschweiz, seiner Heimat gefunden hat, musste er für einen „Gottsucher der besonderen Art“ im Greyerzerland auf eine Alp steigen: dort haust der ehemalige Lehrer und Kartäuser Alphons Bachmann als einfacher Hirte und philosophiert über spirituelle Fragen jenseits jeden kirchlichen Glaubenskodexes. Bachmann begleiten wir bei harter Arbeit draussen und beim Zubereiten eines einfachen Essens in der alten Küche, wo er seinem Credo, sein Lebensbrot sei die Erde, nachlebt.

Den Titel fand Edwin Beeler in der Reportage O du weisse Arche am Rand des Gebirges von Niklaus Meienberg über das Kloster Disentis und seiner Klosterschule im Licht eines Klassentreffens 1985. Begleitet werden die Handlungen und Aussagen der Menschen in Beelers weisser Arche von ruhigen eindrücklichen Landschaftsbildern, immer wieder der Engelberger Klosterhof, Gebirge, Wolkenformationen. In einem Essay zum Film sagt der ehemalige Fernsehredaktor und Theologe Erwin Koller: „So wird der Film ein Kontrastprogramm zu den Nachrichtenbildern und zum Zeitvertreib, die den Raum der Öffentlichkeit besetzen. Und wer sich auf eine andere Wirklichkeit einlässt, zählt nicht immer zu den einfachsten Zeitgenossen. Doch es sind Menschen, die Wege zum Spirituellen, Geistigen und Transzendenten offen halten. Auch diese Dimensionen gehören zu unserer Geschichte und Identität.“

Mit Die weisse Arche vollendet Edwin Beeler seine Filmtrilogie über Volksfrömmigkeit, Transzendenz und Mystik, Sagen und Legenden der Zentralschweiz. Der Film Bruder Klaus befasste sich mit der Vereinnahmung des Landesheiligen durch verschiedenste, auch politische Kreise. Im Film Arme Seelen erforscht Beeler die Alpmagie und die tief in der Landschaft verwurzelte Spiritualität, wo Leben und Sterben als eins begriffen wird.

Alle Bilder sind Filmstills aus "Die weisse Arche" © 2016 Suissimage | Edwin Beeler | Calypsofilm AG
Der Film Die weisse Arche kommt am 11. Februar, also nach Aschermittwoch, in die Kinos. Spielorte und -zeiten finden Sie hier.

Kommentare

Liebe Eva Caflisch

Ich habe Sie seinerzeit im Miller's High Life kurz kennengelernt. Wir Senioren/Seniorinnen erforschten ja Familiengeschichten aus der Sicht der älteren Generation und rückten Fragen des Alters ins Licht. Der von Ihnen hier erwähnte Film hat daher mein ganzes Interesse, und ich werde ihn morgen - zusammen mit einigen Akteuren aus dem Miller's- ansehen gehen. Auch für mich hat der Tod seinen Schrecken verloren, denn innert Monaten habe ich sehr nahestehende Menschen verloren, durfte sie teils in den Tod begleiten. Eine einmalige Erfahrung! Und zudem steht auch bei mir der Sensemann um die Ecke bereit. Dennoch freue ich mich des Lebens.

Der Mensch ist ein religiöses Wesen und lebt nach dem Tod weiter

Paul Schärer-Laupper

 

Frau Dr. rer. nat. Dr. phil. Ina Wunn forschte, bei vielen heutigen und vergangenen Menschengruppen, über die Evolution der Religionen. Sie fand überall einen immer gruppenspezifischen Bezug zu einer höheren, unbegreiflichen Macht, an die Menschen glauben und sich danach orientieren. Es scheint im menschlichen Wesen ein Antrieb zu geben, der nach religiösen Welterklärungen sucht, um ein inneres Sehnen, nach Frieden, Glück und Harmonie, nach Liebe und Schutz vor Ungemach, zu befriedigen. Dieses Sehnen steht im Einklang mit der körperlichen Evolution, die beim Menschen, dank seinem Hirnvolumen, eine Entwicklung vom einfachen, tierischen Sein, zu komplexem Denken und Handeln erreicht hat. Speziell Begabte versuchten schon immer das Göttliche zu erklären und glaubten an ihre persönliche Sicht der Welt, die vertieft und dogmatisiert wurde. Das Denken und Fühlen von Religionsstifter z.B. Zarathustra, Mose, Jesus, Muhammed, Buddha, Konfuzius, führte zu den spezifischen Sichten des Göttlichen und Ideen vom einzig richtigen religiösen und weltlichen Leben. Das führte auch zum Willen, für den Erhalt der als richtig angesehenen Lebenshaltung zu sterben. Ein innerer Antrieb zu dieser vielfältigen Entwicklung des Religiösen bis zur Selbstaufgabe  ist, nach den Forschungen von Frau Dr. Dr. Ina Wunn, wissenschaftlich nicht zu erkennen.

Gene sind Grundlage zu den verschiedensten Talenten. Nach Ansicht der physiognomischen Psychologie ist das seit Jahrtausenden dauernde religiöse Suchen durch Gen-Impulse entstanden, wie unsere verschiedenen weltlichen Lebensmöglichkeiten und deren Qualitäten. Das weltweite Suchen nach dem Religiösen, kann nur mit speziellen genetisch bedingten Talenten der verschiedenen Religionsstifter erklärt werden. Dafür gar das Leben zu opfern, ist nur mit einer inneren vererbten Energie zu begründen, die zwingend zu einer spezifischen Art zu denken, zu leben und zu sterben führt. Alle großen Glaubensgemeinschaften akzeptieren die spezifische Erklärung für ein spezifisches religiöses Leben, entstanden aus den Fähigkeiten und Lebenserfahrungen ihres Gründers. Diese haben das was sie als Göttlich betrachteten in individueller Art in sich und um sich erfahren, inmitten einer vorgegebenen, prägenden Umgebung, die ohne solche Erkenntnisse lebte. Alle Religionsstifter vertreten einen Glauben an etwas Höheres, Schicksal lenkendes, Helfendes. Mächtige Politiker erkannten darin ein ausgezeichnetes Führungsinstrument. Auch nach der Akzeptanz einer spezifischen, meistens schon weiterentwickelten konfessionellen Weltbetrachtung, blieben sie führend. Konfessionen überließen ihnen die staatlichen und konfessionellen Rechte und halfen mit, die Opposition gegen Staat und ihren spezifischen Glauben zu vernichten.

Die Gründer von religiösen Weltanschauungen waren meistens friedliche Menschen. Sie lebten die von ihnen entdeckten und Verkündeten Ideen. Ihre konfessionellen Auslegungen wurden durch Dogmen und Meme erweitert, befriedigte Millionen von Menschen und ermöglichten diesen, ihre vielfach schweren Schicksale besser zu ertragen. Zwischen den konfessionellen Richtungen entstanden während der ganzen menschlichen Geschichte grausame Kämpfe, die heute bei islamischen Konfessionen andauern. Dogmatische Festlegungen spielen in vielen Konfessionen eine stabilisierende Rolle, die freie Entwicklung von Denken und Handeln wird damit jedoch gehemmt, ja unmöglich gemacht. Im Westen wurde erst nach der Trennung von Kirche und Staat, ein blutiger Kampf der Ansichten über das was Göttlich zu sein hat, nicht mehr denkbar.

Albert Einstein bezeichnet das Göttliche als intuitiven Geist der Liebe, als unsere Seele, unseres Lebens Liebesgeist, ohne eine eigene Konfession zu gründen. Vielleicht wird die Naturwissenschaft über die religiöse Evolution, die gemäß Dr. Dr. Ina Wunn diesen Liebesgeist nicht gefunden hat, später sein Vorhandensein akzeptieren, wie die erst 2016 bestätigte Erkenntnis des großen Denkers über Gravitationswellen.

Islamische Konfessionen müssten heute den Gedanken aufnehmen, dass in Liebe auf verschiedene Arten religiös sein und damit in individueller Art leben zu wollen und leben zu dürfen, ein durch reale wissenschaftliche Erkenntnisse und durch hochstehende Vernunft und tiefer Liebe begründetes Menschenrecht aller Menschen ist. Nachdem die christliche Konfession die Trennung von Kirche und Staat akzeptiert hatte, leben verschiedenste konfessionelle Ansichten, die sich innerlich leider kaum verändern und erweitern, friedlich nebeneinander. Eine freie Diskussion über Religion ist hier möglich geworden. Nur im Islam herrscht immer noch die Scharia als Rechtsmittel. Auch wenn die allgemeinen Menschenrechte akzeptiert wurden, ist eine politische Führungsposition, ohne Studium in einer das unerbittlich konfessionelle Denken lehrenden Universität, heute noch undenkbar. Dies führt zu den auf der ganzen westlichen Welt mit Entsetzen betrachteten Handlungen gegen Menschen, die innerhalb und außerhalb des Islams anderer Ansicht sind. Unter diesem Bannstrahl lebt der indisch britische Schriftsteller Salman Rushdie heute noch. Ohne Trennung von Kirche und Staat und Akzeptanz der Menschenrechte, als Grundlage zur Verurteilung von weltlichen Verbrechen, dürfte die Verfolgung Andersdenkender weitergehen.

Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass alle Menschen auf unserem Globus seit Jahrmillionen sich mit dem Religiösen beschäftigten und deshalb wohl als religiöse Wesen zu betrachten sind, könnte Kämpfe unter religiösen Ansichten, von wem sie auch begründet wurden, beenden. Auch freie Menschen, streng konfessionell erzogen, glauben an die vorgegebenen Vorschriften. Das ist ihr Recht. Viele geistig hochstehende, moderne Menschen wollen aber frei und in Liebe über das, was religiös sein bedeutet, ohne äußeren Zwang, diskutieren können.

In Zukunft müssten alle Menschen, den verschiedenen Talenten und Fähigkeiten gemäß, mit daraus entstandenen unterschiedlichen religiösen Ansichten, frei leben dürfen. Vererbte unterschiedliche Kapazitäten für verschiedenste Arbeitsgebiete, auch solche, die das Denken über das Religiöse anregen, sind z.B. durch Genanalysen zu erkennen. Männer und Frauen müssten auf allen Qualitäts-Stufen gleichberechtig, demokratisch zur Führung gewählt werden können. Eine politisch friedliche Gesellschaftsordnung könnte entstehen und jeder Mensch dürfte, seinen Talenten und auch den angeborenen und erworbenen religiösen Sichten gemäss, gewaltfrei leben.

"Das Religiöse ist eine freie Glaubens- und Pflichtenlehre dem Idealen gegenüber." Definierte der geniale Autodidakten Carl Huter, 1861-1912. Diese Definition dürfte zukünftiges Leben zwischen den Konfessionen bereichern und die folgende Zukunftsaussicht Wirklichkeit werden lassen:

"Es ist eine Welt zu erreichen, in der wir uns nicht mehr als Christen, Moslems, Hindus, Buddhisten, Juden oder Atheisten wahrnehmen, sondern als gleichberechtigte Mitglieder jener affenartigen Spezies, die sich einst in einem Anflug von Überheblichkeit den Namen Homo sapiens gab."

Michael Schmidt-Salomon,*1967,  ein moderner humanistischer Atheist, (Konfessionell freie, aber kritisch über das Religiöse nachdenkende Menschen gelten heute als Atheisten.)

Viele von ihnen haben sehr humanistische Forderungen, mit denen alle Lebewesen friedlich leben könnten.

Gibt es ein Leben nach dem Tod?                                                                                                 Ein sehr umstrittener Diskussionspunkt in und außerhalb der Konfessionen ist die Frage über das Wesen des Todes. Die Frage, gibt es ein Leben nach dem Tod ist so aktuell wie die Friedensbestrebungen von konfessionell offen denkenden Menschen. Mit dem Tod ist alles vorbei, ist die Voraussage von kühlen Realisten aus der Natur-Wissenschaft und auch von vielen Gläubigen. Doch es gibt ein naturwissenschaftlicher Versuch, nach dem ein Leben nach dem Tod begründet werden könnte. Dr. Hans Spemann, 1869-1941, erhielt den Nobelpreis für seine Einschnürungsversuche an befruchteten Zellen von Lurchen. Seine Forschungen zeigten, dass ohne Zentrosom kein Leben entstehen kann. Das Zentrosom ist mit diesen Experimenten als Leben gebend erkannt. Hier scheint Albert Einsteins intuitiver Geist der Liebe zu stecken, ohne den es kein Leben gibt. Viele Naturwissenschaftler bezeichnen diese Energie auch als Intuition, für sie noch geheimnisvoll, unfassbar. Sie ermöglicht bei allen Lebewesen dieser Welt, bei Menschen, bei Raubtieren, den friedlich grasenden Kühen, bei fliegenden Vögeln oder kriechenden Würmern, Leben. Die Pflege vom Nachwuchs ist bei allen Tieren bewundernswert und lässt uns ob der zarten, liebevollen Behutsamkeit staunen, auch wenn riesige, plump erscheinende Muskelkräfte vorhanden sind. Hier wirkt die Energie der Liebe, verantwortlich für alles Leben und für das naturwissenschaftlich belegte religiöse Streben der Menschheit. Der Mensch hat ein spezielles, mehr oder weniger denkfähiges, aber immer suchendes Hirn, welches sich während der Evolution zur weiteren Erkenntnisfähigkeit entwickelte. Leider ist es ihm, trotz seinen über das Tierische weit hinausgehenden Denkkapazitäten, noch nicht gelungen, ein vernünftiges Zusammenleben mit Hilfe der natürlichen Lebens- und Liebesenergie in sich und um sich zu gestalten. Auch der Drang der Menschen, nach einer höheren Ursache für das Lebengebende zu forschen und dann in einer durch Denkarbeit individuell akzeptierten Konfession mit religiösen Ritualen zu leben, ist im Impuls dieser Liebesenergie zu suchen. Leider gibt es heute noch Konfessionen, die sich, von göttlicher Liebe sprechend, blutig bekämpfen. Doch auch ihr Leben entstand durch eine in allen Lebewesen vorhandene Liebes- und Lebensenergie. Die Nahrungskette konnte von der Evolution nicht überwunden werden. Sie wäre noch zu humanisieren. Das wird heute teilweise durch Menschen verwirklicht die mit liebender Zuwendung denken.                                                                                                    Konfessionen müssten die Pflege einer offenen Liebe für alles Leben, gemeinsam weiter entwickeln.Dass die das individuelle Leben ermöglichende Energie, nach dem Tod weiterexistiert und damit individuelles Leben mit einer dauernden Weiterentwicklung möglich macht, ist heute realistisch denkbar. Ein feingeistiger, individueller Körper, in einer für uns unsichtbaren materiellen Feinheit, erscheint als Wirklichkeit. Dies könnte allen Glaubensrichtungen einen neuen, tiefen Sinn geben. Eine vernünftigere Sicht, als das endgültige Ende beim Tod, oder das heute noch von vielen Konfessionen verteidigte Endzeitdenken, mit der Auferstehung der Toten am jüngsten Tag, und für die, von den Konfessionen als Sünder bezeichneten Menschen, die ewige Verdammnis in einer grausamen Hölle.                                                                                              Jesus, das ist die bei vielfachen christlichen Ansichten akzeptiert, erschien den um ihn Trauernden als eine erkennbare Person, welche mit feingeistigem Körper durch verschlossene Türen gehen konnte, um dann in die nach seinem damaligen Wissensstand erwartete geistige Welt einzugehen.                                                                                          Der Künstler Grünewald hat in seinem Werk vom Isenheimer Altar diese Auferstehung in ergreifender Art sichtbar gemacht. (Colmar, Museum Unterlinden) Es ist ein großartiges künstlerisches Empfinden, das heute in seinem vollen Wahrheitsgehalt neu erkannt werden könnte.

Anhang:

Das weiterleben nach unserem Sterben wurde für mich *1925, durch die Experimente mit dem Zentrosom, von Dr. Hans Spemann, begreiflich und der Tod verlor seine Ungewissheit.                                                  Meine Lebensgefährtin und Ich leben heute, friedlich, genügsam, freudig wartend, nach bestem Wissen und Gewissen so lange wie möglich selber denkend, weiter auf dieser Welt.

 

 

 

 

 

 

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