29.10.2018 - Levato

Diese WLAN-Tricks sind genial

Wenn zuhause am Computer, mit dem Handy oder dem Tablet mal etwas nicht richtig klappt, dann ist es in fast 90% aller Fälle ein Problem mit dem Internet.

Wer kennt das nicht? Plötzlich ist für einige Sekunden oder Minuten keine Verbindung ins Internet möglich. Man flucht, ärgert sich über die komplizierte Technik und gibt nicht selten dem Internetanbieter die Schuld.

Natürlich kann man nicht alle Probleme und deren Ursachen verallgemeinern. Doch unsere Erfahrung zeigt: In sehr vielen Fällen ist nicht der Computer, nicht das Handy, nicht das Tablet und auch nicht der Internetanbieter daran schuld, sondern das WLAN-Funknetz.  

WLAN hat Vorfahrt

Das WLAN wird in einem Umkreis von 10 bis 50 Meter um den Router ausgesendet. Der Router ist ein kleiner Computer, der eine Internetverbindung herstellt und dann über das WLAN-Funknetz an alle Geräte im Haushalt verteilt.

Nicht selten ist das WLAN sehr schwach, weil der Router an einer ungünstigen Stelle im Haushalt steht. Hier können kleine Veränderungen zu drastischen Verbesserungen führen.

Einige wichtige Tipps:

Kein Boden: Router nicht auf den Boden stellen. Auf halber Höhe, 1 Meter bis 1,50 Meter, ist er optimal positioniert.

Keine Wand: Router nicht an die Wand stellen. Halten Sie Abstand von der nächsten Wand. Hier machen einige Zentimeter schon sehr viel aus. Wenn der Router zum Beispiel auf einer kleinen Kommode oder einer Anrichte steht, schieben Sie ihn möglichst weit an den Rand, sodass die Distanz zur Wand vergrößert wird. Eine Handbreit weg vom Beton der Hauswände erzeugt nicht selten ein kleines WLAN-Wunder!

Kein Metall: Ob Kommode, Schränkchen oder Anrichte: Worauf auch immer der Router steht, es sollte nicht aus Metall bestehen. Holz ist optimal, da es das WLAN-Signal nur wenig schwächt.

Keine Technik: Keine technischen/elektrischen/metallischen Gegenstände in die Nähe des Routers stellen. Typischerweise stehen/liegen folgende Dinge in der Nähe des Routers: Haustelefon, Smartphone, Haustürschlüssel, TV, Drucker, Computer. Diese Dinge haben nichts in der direkten Umgebung des Routers verloren: Sie schwächen das WLAN-Funknetz enorm!

Keine Türen: Türen sind ein Stoppsignal für das WLAN. Jede geschlossene Tür schwächt das Signal. Insbesondere dicke Metalltüren verhindern die ordentliche Ausbreitung des Funknetzes in Ihrem Haushalt. Die Lösung ist recht einfach: Wenn möglich, alle Türen öffnen. Aber die Haustür darf natürlich geschlossen bleiben. 

WLAN schwächelt

Wenn die Internetverbindung zuhause gestört ist, dann ist also in sehr vielen Fällen der Router und das ausgesendete WLAN die Fehlerquelle. Weil der Router im Grunde genommen nichts anderes als ein kleiner Computer ist, hängt er sich gerne auch mal auf. Denn er ist ja immerhin rund um die Uhr angeschaltet, tage- und wochenlang am Stück. Wenn sich der Router aufgehängt hat, dann klappt entweder gar nichts mehr oder alles nur noch sehr langsam, ergo: das WLAN schwächelt. Der Computer im Router hängt sich also genauso wie der gute alte Windows-Computer immer mal wieder auf. Und wie am Windows-Computer auch hilft dann ein Neustart, um den Router und das WLAN wieder zum Leben zu erwecken.

WLAN wiederbeleben

Doch wie startet man einen Router neu? Wie fährt man ihn herunter? Wie kann ich ihn wieder einschalten, nach dem Ausschalten? Ganz so einfach ist das scheinbar doch nicht, denn es gibt oft keine Schaltflächen oder Knöpfe am Router, mit denen man dies durchführen könnte. Der Trick ist dann der folgende: Stecker raus, Stecker rein. Trennen Sie die Stromverbindung des Routers, indem Sie den Netzstecker ziehen. Dann warten Sie volle 100 Sekunden ab. Nun verbinden Sie den Router wieder mit der Stromversorgung. Diese Stromunterbrechung gibt dem Router den Befehl zum Neustart, der kleine Computer im Router wird neu hochgefahren.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Dauer der Trennung von ca. 100 Sekunden beachtet wird. Eine kürzere Dauer bewirkt keinen Neustart. Diesen Trick können Sie bedenkenlos anwenden, auch mehrfach pro Monat. Er bewirkt fast immer, dass das Internet wieder schneller wird und die Probleme behoben werden. Wobei letztendlich nicht das Internet schneller gemacht wurde, sondern das letzte Glied in der Kette, nämlich die Funkverbindung vom Router zum Gerät, wieder auf die volle Geschwindigkeit gebracht wurde.

WLAN verstärken

Sollte dieser Trick nicht helfen, so ist möglicherweise Ihre Wohnung zu gross, sind die Hauswände zu dick oder störende Funkquellen im Umfeld aktiv. Ganz häufig ist es in diesem Zusammenhang dann sogar so, dass in bestimmten Räumen, Stockwerken oder Zimmerecken überhaupt kein WLAN-Empfang möglich ist. Für einen solchen Fall gibt es auch eine Lösung, die allerdings eine Kosten verursachende Neuanschaffung beinhaltet: WLAN-Repeater.

Ein WLAN-Repeater kostet circa 30 – 50 Franken. Teurere Modelle sind nur in den seltensten Fällen notwendig. Der Hersteller des Geräts muss nicht zwangsläufig vom selben Hersteller Ihres Routers sein. Ein Repeater wiederholt sozusagen das Funksignal Ihres Routers und verstärkt es auf diese Weise (repeat heisst auf Deutsch: wiederholen). Das Wiederholen des Signals ist in gewisser Weise so ähnlich wie ein Rufposten: Alles, was er hört, wiederholt er laut schreiend. Dadurch verbreitet sich das ursprüngliche Signal sehr viel weiter, als es ohne Rufposten möglich gewesen wäre.

Unser WLAN-Rufposten, der Repeater, ist ein kleines Gerät, das in eine Steckdose gesteckt wird, mit dem hauseigenen WLAN verbunden wird und dann das Funksignal verstärkt. Dadurch gelangt es in die Ecken, Räume und Stockwerke, in die das Signal zuvor ohne Verstärkung nicht vorstoßen konnte. Dabei ist es wichtig, dass der Repeater ungefähr auf halbem Weg zwischen dem Router und dem problematischen Funklochbereich aufgestellt wird.

Ein Beispiel: Ihr Router steht im Erdgeschoss. Ihr Zuhause besitzt noch ein erstes Stockwerk und ein Dachgeschoss. Im Dachgeschoss ist das WLAN-Signal sehr schwach. Sie kaufen einen Repeater und positionieren ihn auf halbem Weg zwischen Quelle und Problembereich, also im ersten Stock. Das Signal wird nun in allen Räumen verstärkt.

Dieser Beitrag wurde bereitgestellt von unserem Kooperationspartner Levato. Weitere Hilfestellungen zu Computer, Internet und Smartphone finden Sie auf www.levato.de.

 

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