10.03.2018 - Anton Schaller

Neue Köpfe braucht die SRG

Statt Erneuerung ist bereits der alte Geist der Zufriedenheit wieder eingekehrt. Und: Ruedi Matter, der matte SRF-Direktor, will bleiben.

Die libertären Jungs, FDP- und SVP-nah, sind am 4. März massiv abgestraft worden. Das Schweizer Stimmvolk hat ihre an einer Bar ausgeheckte „Bieridee“, die No Billag-Initiative, wuchtig bachab geschickt und damit der SRG ihr Vertrauen ausgesprochen. Am Sonntagnachmittag, als sich die Hochrechnungen stabilisierten, traten Gilles Marchand, der neue Generaldirektor, und Jean-Michel Cina, der Verwaltungsratspräsident der SRG, vor die Presse und legten mit Demut dar, dass sie die Botschaft verstanden hätten. Sie wollen sparen: 100 Mio. Franken, aber keineswegs im Programm. Roboter-Kameras beispielsweise sollen in den Studios Einzug halten, die Kameramänner und -frauen ersetzen, Lohnkosten sparen.

Natürlich darf im Kernprogramm, in den Kernbereichen Information, Kultur und Unterhaltung auf keinen Fall gespart werden. Im Gegenteil. Die SRG muss als mediales Bollwerk gegenüber den grossen ausländischen Sendern rund um die Schweiz, gegenüber den US-Mediengiganten wie Facebook, Google, Amazon gestärkt werden. Sie