Innovage Zürich
05.11.2018 - Linus Baur

Freiwilligenarbeit für Asylsuchende

Freiwilligenangebote für Flüchtlinge und Asylsuchende aufbauen und koordinieren: Innovage beteiligt sich am Projekt Sozialzentrum Höfe.

Gegenwärtig ist das Innovage Netzwerk Zürich an rund 20 Projekten beteiligt. Eines davon betrifft die Vernetzung und Organisation der Freiwilligenarbeit zugunsten von Flüchtlingen und Asylsuchenden im Bezirk Höfe mit den Gemeinden Feusisberg, Freienbach und Wollerau im Kanton Schwyz. Geplant ist die Gründung eines Vereins mit dem Ziel, die Flüchtlinge und Asylsuchenden im Bezirk besser zu integrieren und damit das gute Zusammenleben zu fördern.

Bessere Integration ermöglichen

Federführend beim Aufbau der Frewilligenarbeit im Asylbereich ist das Sozialzentrum Höfe, das gegenwärtig über 350 Flüchtlinge und Asylsuchende, darunter viele Familien, im Bezirk betreut. Es sorgt für die Unterkunft, medizinische Betreuung, persönliche Betreuung der Asylsuchenden, organisiert Deutschkurse und Beschäftigungsprogramme. Da viele der Asylsuchenden bleiben werden, sollen zusätzliche Aktivitäten durch Freiwillige geschaffen werden, um die Integration dieser Menschen und das friedliche Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung zu ermöglichen. Zur Organisation der Freiwilligenarbeit wurde eine zeitlich begrenzte Teilzeitstelle eingerichtet. Gesichert ist diese Stelle einstweilen bis Ende 2019, wie Roberto Sansossio, Leiter des Sozialzentrums Höfe, bei einem Treffen mit uns sagte.

Fritz Bärlocher (links) und Roberto Sansossio besprechen die Gründung des Vereins "Felicitas".

Schnell zeigte sich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um das vorhandene Bedürfnis nach zusätzlichen Aktivitäten wirkungsvoll umzusetzen. Das Sozialzentrum Höfe bat Ende 2016 das Innovage Netzwerk Zürich um Unterstützung. Das Netzwerk prüfte die Anfrage und fand sie unterstützungswürdig. Netzwerkmitglied Fritz Bärlocher, Marketingfachmann und ehemaliger General Manager von Coca-Cola in der Schweiz, erklärte sich bereit, das Projekt Freiwilligenarbeit im Asylbereich aktiv zu begleiten und mitzugestalten.

Erste freiwillige Angebote umgesetzt

In einer ersten Phase wurden ein Vorgehenskonzept erarbeitet, eine Situationsanalyse erstellt, die Bevölkerung informiert, Freiwillige organisiert und erste Angebote umgesetzt. Über 40 Freiwillige erklärten sich bereit, bei diesem Projekt mitzumachen. Sie engagierten sich in verschiedenen Bereichen wie Schreibdienst, Miteinander Kochen, Spieltreff, Tandem, Deutsch-Konversationskurs, Kleiderbörse. 2017 leisteten sie zusammen rund 1200 Arbeitsstunden. Das Angebot wurde – so Roberto Sansossio - rege genutzt.

Nunmehr ist man dabei, die Freiwilligenarbeit im Bezirk Höfe mit der Gründung eines Vereins nachhaltig zu gestalten. Dieser soll die Tätigkeit der Gemeinden und des Sozialzentrums Höfe erweitern und bereichern, Freiwillige ausbilden, unterstützen und begleiten, die Einsätze koordinieren und für Kontinuität und gesicherte Abläufe sorgen. Mitte Mai dieses Jahres fand ein Orientierungsabend statt, an dem über die Gründung des Vereins mit dem Namen «Felicitas» informiert und die Bevölkerung eingeladen wurde, als Mitglied, Gönner, Sponsor oder Freiwilliger mitzumachen. Gegenwärtig werden passende Leute für den Vereinsvorstand gesucht. Nach der Gründung des Vereins zieht sich Innovage aus dem Projekt zurück.

Roberto Sansossio ist zuversichtlich, dass mit der Gründung des Vereins «Felicitas» ein längerfristiges Engagement von Freiwilligen ermöglicht wird und so ein wesentlicher Beitrag zur Integration von Asylsuchenden und das friedliche Miteinander der zugewanderten und einheimischen Bevölkerung geleistet werden kann. Die Zusammenarbeit mit Innovage hat ihn darin bestärkt. Vor allem das professionelle Vorgehen von Innovage-Mitglied Fritz Bärlocher bei der Planung, Organisation und Umsetzung des Freiwilligenprojektes weiss er sehr zu schätzen. Und er kann die Mithilfe von Innovage für andere "visionäre" Projekte nur weiterempfehlen.

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